2. Dezember 2012: landesweiter Anti-Mobbing-Tag in Schleswig-Holstein

Dass es möglich ist, einen Tag – und sei es der 2. Dezember – zu einem Aktionstag zu erklären, an dem Verantwortliche gemeinsam aufmerksam machen auf das, was viele Millionen Menschen in unserem Staat belastet, zeigt der „Aufruf zum zweiten landesweiten Anti-Mobbing-Tag: 2. Dezember 2012“ ( www.akjs-sh.de/_downloads/2_antieinl.pdf ).

Jeder weiß, dass ein Aktionstag allein nicht genügt, um auf etwas Wichtiges nachhaltig aufmerksam zu machen: dennoch „werben“ Verantwortliche z.B. am 5. Juni (Tag der Umwelt) und am 2. Dezember (Welt-Aids-Tag) für ein globales Anliegen gemeinsam – über alle Grenzen hinweg.

Das Vorgehen in Schleswig-Holstein darf schon heute als vorbildlich angesehen werden und alle Verantwortliche in allen Ländern der Bundesrepublik Deutschland ermutigen, sich öffentlich gegen Mobbing auszusprechen – und sei es „nur“ an einem Tag im Jahr.

Verantwortliche sprechen sich schon heute mutig gegen Mobbing aus im „Berliner Wegweiser gegen Mobbing“, der m.E. zu einem Wahrzeichen im „Land der Ideen“ geworden ist:
http://www.slideshare.net/mobbingweb/stimmen-und-gesichter-gegen-mobbing – dank der Initiative des Berliner Bürgers Klaus-Dieter May.

Erich K.H. Kalkus, Lehrer i.R.

Bürgermeister Jens Böhrnsen, Bremen: "Wir müssen aufmerksam sein, wenn Menschen diskriminiert und beleidigt werden."

An die m.E. „allgemeinverständliche“ Forderung des Bremer Bürgermeisters habe ich in meinem Dankschreiben heute, am 27. Januar 2012, Herrn Innensenator Ulrich Mäurer erinnert, der das Anliegen der Petition, mit einem „Anti-Mobbing-Tag“ in Bremen dem Thema „Mobbing“ mehr öffentliche Aufmerksamkeit zu schenken, „prinzipiell“ begrüßt, jedoch zu bedenken gibt:

„Das Theme ‚Mobbing‘ ist ein ernst zu nehmendes Problem und steht mit Recht im Blick der Öffentlichkeit. Prinzipiell kann daher jedes Mehr an Aufmerksamkeit für die Thematik sensiblisieren. Ob aber ein ‚Anti-Mobbing-Tag‘ am 2. Dezember (dieses Jahr der 2. Advent), also in der Vorweihnachtszeit, in der Öffentlichkeit entsprechend wahrgenommen wird, darf bezweifelt werden. Damit würde das berechtigte Anliegen, das Thema ‚Mobbing‘ einer breiten Öffentlichkeit nahezubringen, nicht die Aufmerksamkeit bekommen, das es verdient.
(Herr Senator Ulrich Mäurer in seiner Stellungnahme vom 10. Januar 2012 zur Petition L 18/54)

Heute habe ich Herrn Senator Ulrich Mäurer für die Stellungnahme gedankt:

„Sehr geehrter Herr Senator,

die Bürgerinitiative ‚2. Dezember: Anti-Mobbing-Tag‘ wurde am 2. Dezember 2004 im Schulgebäude Am Barkhof ins Leben gerufen nach der öffentlichen Veranstaltung der Akademie für Arbeit und Politik an der Universität Bremen zum Thema ‚Mobbing: Handlungsanforderungen an Politik und Rechtsprechung‘.

In Schleswig-Holstein wurde der 2. Dezember aus Bremen ‚übernommen‘: Hier wurde 2010 und 2011 der 2. Dezember als „Anti-Mobbing-Tag‘ angenommen.

Wie die ‚Dienstvereinbarung gegen Mobbing und Schikane‘ aus München seit 1997 ‚Vorbild‘ ist, könnte der ‚Bremer Anti-Mobbing-Tag‘ zukünftig bundesweit am 2. Dezember begangen werden – auch im Rückblick auf den ‚Hilferuf‘ der 77. ASMK im Kieler Schloss – gemeinsam mit den Schulen:

Schon Kindern ist die gewollte Ausgrenzung des Anderen durch subtile Gewalt gut bekannt als ‚Mobbing‘ (s. Anlage: ‚Mobbing in der Schule – Keimzelle einer Volksplage, wie die Pest‘ in: ‚Bremen sagt MOBBING den Kampf an !‘, NACHDRUCK zum 5. Januar 2012).

Der 1. Dezember ist ‚Welt-Aids-Tag‘; der 2. Dezember könnte ‚Welt-Mobbing-Tag‘ werden: Mobbing verdient unsere andauernde Aufmerksamkeit: ‚Wir müssen aufmerksam sein, wenn Menschen diskriminiert und beleidigt werden.‘ (Bürgermeister Jens Böhrnsen)“

Die Forderung des Bremer Bürgermeisters stand am 2.Dezember 2011 (8. Anti-Mobbing-Tag in Bremen) in den Bremer Tageszeitungen BREMER NACHRICHTEN und WESER-KURIER auf der Seite 3).

Erich K.H. Kalkus, Lehrer i.R.