Spitzentechnologie aus Bremen und Bremerhaven auf der CeBIT 2008

Sieben Unternehmen und Forschungseinrichtungen belegen Bremens Anspruch als Top- Standort für mobile Technologien und Logistiklösungen.

Das Bundesland Bremen päsentiert sich vom 4. bis 9. März 2008 auf der weltweit größten Fachmesse für Informations- und Kommunikationstechnik, der CeBIT. Sieben Aussteller aus Bremen und Bremerhaven nutzen den Gemeinschaftsstand im „Future Parc“ (Halle 9, Stand C15) und stellen mit ihren Produkten und Lösungen die Kernkompetenz des Standortes für mobile Technologien und Logistikanwendungen unter Beweis. Die diesjährigen Leitthemen des Messeauftritts – „Mobile City Bremen“ und „IT trifft Logistik“ – wurden von den Bremern aus gutem Grund gewählt. Ralf Nagel, Senator für Wirtschaft und Häfen der Freien Hansestadt Bremen: „Bremen bewegt sich. Hier wachsen Informationstechnologie und Logistikbranche zusammen. Innovative mobile Technologien helfen uns, den Logistikstandort Bremen auch in Zukunft erfolgreich im globalen Wettbewerb zu positionieren.“

Durch den gezielten Ausbau des Hochtechnologie-Sektors verfolgt das Bundesland Bremen das Ziel, bis zum Jahr 2010 zu den zehn wichtigsten Technologiestandorten in Deutschland zu zählen. Senator Nagel betont: „Die Bremer Aussteller zeigen auf der CeBIT eindrucksvoll, welches Innovationspotenzial auch kleine mittelständische Unternehmen und Forschungseinrichtungen haben. Es ist diese Vielfalt von schlauen Köpfen und kreativen Ideen, die Bremen zu einem wichtigen Standort für IT und Logistik in Europa machen.“

So hat sich die Metropolregion Bremen-Oldenburg, um Synergien zwischen der Informationstechnologie- und der Logistikbranche gezielt entwickeln zu können, mit dem Verbund „Mobile Autonome Systeme“ beim Spitzencluster-Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) beworben. Die Unternehmen und Forschungseinrichtungen des Clusters kommen aus den 2 Branchen Luftfahrt, Schifffahrts- und Meerestechnik sowie Maritime Logistik. Ihr Ziel ist die Entwicklung und der Bau von voll- und halbautomatischen Systemen zur Wartung, Überwachung und Handhabung von Gütern und Transportmitteln zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Die beteiligten Unternehmen, darunter Branchenriesen wie Airbus, Rheinmetall und Atlas Elektronik, haben bereits Eigenmittel in Höhe von circa 47 Millionen Euro für Forschungs- und Ausbildungsprojekte zugesichert. Weitere rund 47 Millionen Euro würde der Bund in die Projekte investieren, wenn die Bremer Bewerbung zum Spitzencluster Erfolg hat. Eine Entscheidung des BMBF wird unmittelbar nach der CeBIT erwartet.

Organisiert wird der Bremer Messeauftritt auf der CeBIT im Auftrag des Senators für Wirtschaft und Häfen von den Wirtschaftsförderern der Bremer Investitions-Gesellschaft mbH (BIG) gemeinsam mit der BIS Bremerhavener Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung mbH. „Mit dem Gemeinschaftsstand möchten wir die Bremer Unternehmen und Forscher dabei unterstützen, neue Kunden und Partner auf der CeBIT zu gewinnen und sich dem Fachpublikum erfolgreich zu präsentieren“, so Ulrich Keller, Vorsitzender der Geschäftsführung der BIG Bremen.

Zu den auf dem Bremer Stand gezeigten Innovationen gehört die LinkVest des Mobile Research Centers. Diese spezielle Arbeitsweste erlaubt es Wartungstechnikern beispielsweise, einen Kleinst-PC (UMPC) inklusive Eingabeperipherie stets griffbereit zu haben – ohne Kabelgewirr oder die Gefahr, das Gerät aus Versehen zu beschädigen. Ungewöhnlich und zukunftsweisend ist der Lernbaukasten des Technologie-Zentrum Informatik (TZI) des Fachbereichs Mathematik / Informatik der Universität Bremen. Im Rahmen des Projekts EduWear entwickeln die Bremer Forscher auf der Basis von Smart-Textilien greifbare und tragbare digitale Schnittstellen, wie zum Beispiel mit Sensoren bestückte Handschuhe. Mit ihnen sollen Kinder spielerisch mit den Möglichkeiten und Funktionsweisen der Informations- und Kommunikationstechnologien vertraut gemacht werden.

Bremerhaven stellt auf der CeBIT unter anderem den t.i.m.ePort vor, eines der erfolgreichsten und modernsten Gründer- und Technologiezentren Deutschlands. Nach dem großen Erfolg der ersten beiden Bauabschnitte mit insgesamt 3.200 3 Quadratmetern, die bereits kurz nach Fertigstellung zu 100 Prozent vermietet waren, sollen bereits im September 2008 die ersten Mieter die 2.400 Quadratmeter des t.i.m.e.Port III beziehen können. Besonders bei Unternehmen aus den Bereichen Telekommunikation, IT, Multimedia, Entertainment und Meereswirtschaft ist der Standort am Neuen Hafen beliebt.

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28. Februar 2008, 12:17Uhr