17. Juni 2012: Auf dem BREMER SCHULTISCH zur AGENDA 21 die 6. Umwelt-Olympiade eröffnet

Um 11.55 Uhr hat die „Bremer Schultaube“ (s. GOOGLE) am Welttag der Schule im 1. Jahr der Schule – 20 Jahre nach Rio und wenige Tage vor der Nachhaltigkeitskonferenz RIO+20 – die 6. Olympiade für das Kind – weltweit (OLYKI) im Bremer Stadtteil Vahr eröffnet – s. „Bericht vom 3. Bremer Gipfeltreffen auf dem Bremer Schulturm Vahr am 17. Juni 2012“ – auf dem „BREMER SCHULTISCH zur AGENDA 21“.

Unter der Bremer Schultaube lagen viele Informationen, auch der

„Bremer Aufruf zur lokalen agenda 21

Die Auswirkungen unseres Wirtschaftens und damit unseres Wohlstandes sind bekannt: ‚Armut‘, ‚Hunger‘, ‚unfairer Handel mit Ländern der sogenannten Dritten Welt‘, ‚Treibhauseffekt‘, ‚Ozonloch‘, ‚Waldsterben‘ so lauten die Stichworte öffentlicher Debatten zu diesem Thema.

Seit 1972 haben viele Studien und Weltkonferenzen uns die Endlichkeit der Ressourcen dieser Welt deutlich vor Augen gehalten. Trotzdem tun wir so, als wäre unendliches Wirtschaftswachstum in einer begrenzten Welt möglich.

Wachstum als Gradmesser unseres Wohlstandes findet aber immer auf Kosten anderer Kulturen, der Umwelt und der Ausbeutung der Rohstoffquellen statt.

Ein sorgsamer und behutsamer Umgang mit den vorhandenen Ressourcen muß jetzt und in Zukunft dieser einen Welt vorrangiges Ziel sein.

Wir brauchen Leitbilder, die Qualität vor Quantität setzen, die den Umgang mit unterschiedlichen Kulturen fordern, die die Umwelt als Organismus begreifbar und erfaßbar machen, die eine Vision von einer gerechteren Zukunft vertreten, in der auch unsere Kinder und Enkel ihre Entwicklungschance haben.

Als traditionsreiche Hafen- und Handelsstadt ist Bremen seit Jahrhunderten in internationale wirtschaftliche Zusammenhänge eingebunden.

Die Freie Hansestadt Bremen ist verläßliche Partnerin für die internationale Wirtschaft. Diese Tatsache und Bremens Ruf als von der UNO anerkannter Impulsgeber vieler entwicklungspolitischer Initiativen verpflichtet uns, bei allen zukünftigen Entscheidungen auch die Entwicklung unserer Partnerinnen und Partner in anderen Teilen der Welt gleichberechtigt zu berücksichtigen.

Die Zukunft dieser einen Welt wird durch unser aller Denken und Handeln bestimmt. Ein allumfassendes Motto muß deshalb heißen:
Global denken – lokal handeln!

Zukünftige und zukunftsweisende Entscheidungen müssen an ihrer Nachhaltigkeit gemessen werden. Deshalb wollen wir, wie es in Kapitel 8 der agenda formuliert ist, Umwelt- und Entwicklungsziele in unsere Entscheidungsprozesse einbeziehen. Wir wollen ein zukunftsfähiges Bremen.
Dies ist im Sinne aller Menschen dieser Stadt.

Notwendig ist ein gemeinsames Handeln von Handelskammer, Handwerkskammer, Arbeiter- und Angestelltenkammern, Industrievertretern, umwelt- und entwicklungspolitischen Initiativen, Kirchen, Gewerkschaften, Parteien, Hochschulen und Bildungsträgern.

Zwischen allen gesellschaftlichen Gruppen muß ein Diskussionsprozeß beginnen, der in ein konsensfähiges Aktionsprogramm zur Umsetzung der Beschlüsse von Rio 1992 führt.

Bremen hat mit seinen kleinräumigen Strukturen und wegen seiner Stellung als Bundesland eine Chance, Vorreiter zu sein.

Zukunftsfragen können nicht auf finanziell bessere Zeiten verschoben werden. Gerade in Zeiten enger finanzieller Spielräume müssen Investitionen auf ihre langfristigen Auswirkungen hin überprüft werden.

Wir wollen unser kreatives Potential nutzen, um die vorhandenen Mittel mit nachhaltigem Erfolg für ein zukunftsfähiges Bremen einzusetzen.

Dieser Prozeß erfordert interdisziplinäres Vorgehen von Wirtschaft, Ökologie, Soziales und Entwicklung. Die zahlreichen Verbände und Initiativen, die sich in Bremen in den genannten Bereichen professionell engagieren, müssen dabei mithelfen.

Ich will als Präsident des Senats für diesen Prozeß eintreten. Deshalb lade ich Sie ein, sich gemeinsam an einen Tisch zu setzen und die Rahmenbedingungen für eine lokale agenda 21 zu formulieren.

Wir wollen bis Ende 1996 in Bremen ein Aktionsprogramm verabschieden, das als umwelt- und entwicklungsorientierter Handlungsrahmen in Bremen dienen soll.

Hierzu wollen wir konkrete Ziele formulieren, die dokumentieren sollen, daß Bremen seine Aufgaben ernst nimmt, an der Gestaltung eines zukunftsfähigen Deutschland mitzuwirken.

Bremen, den 26. Januar 1996

Dr. Henning Scherf
Bürgermeister“

Nach der Eröffnung der 6. Umwelt-Olympiade habe ich Bremen zum „idealen Ort“ (s. GOOGLE: „3. Bremer Friedenswoche“) erklärt; am 23. Juni 2012 soll der BREMER SCHULTISCH zur AGENDA 21 mit der Bremer Schultaube auf dem Bremer Marktplatz öffentlich aufmerksam machen auf die Bremer Aktion für Kinder (BAKI) zur 8. Woche des bürgerschaftlichen Engagements.

Erich K.H. Kalkus, Lehrer i.R.

"Bremer Schultaube" soll an das Projekt "Schulcontainer zur EXPO 2010" erinnern

Die Friedenstaube, die das Projekt „Schulcontainer zur EXPO 2010“ begleitet, darf in das Bremer Rathaus gebracht werden und mit Herrn Bürgermeister Jens Böhrnsen am 10. Oktober 2010 Shanghai erreichen; daran soll zukünftig die graue Taube aus Stein erinnern, die ich in einem Geschäft im Einkaufszentrum an der Berliner Freiheit im Bremer Stadtteil Vahr gekauft habe – ich will die graue Taube aus Stein „Bremer Schultaube“ nennen.

Heute habe ich das Herrn Bürgermeister Böhrnsen, der auch Senator für Kultur in Bremen ist, geschrieben:

Sehr geehrter Herr Senator,
an die Friedenstaube, die Herr Künstler Richard Hillinger für das Projekt „Schulcontainer zur EXPO 2010“ zur Verfügung gestellt hat, soll zukünftig die „Bremer Schultaube“ ( s. Kehrseite und Anlage ) erinnern.
Schon heute schlage ich Ihnen im Hinblick auf den diesjährigen Tag der Deutschen Einheit vor, eine große Nachbildung der „Bremer Schultaube“ vorzusehen zur Aufstellung auf dem Platz der Deutschen Einheit in Bremen.

Erich K.H. Kalkus, Lehrer i.R.