Gestern Herrn Bundespräsidenten Joachim Gauck in Bremen mitgeteilt:

Projekt „Anti-Mobbing-Tag in Bremen“ ist ein Beitrag zur 9. Woche des bürgerschaftlichen Engagements!

Da Herr Bundespräsident Joachim Gauck Schirmherr der 9. Woche des bürgerschaftlichen Engagements, die vom 10. bis 21. September 2013 stattfindet, lag es mir als Bremer Bürger nahe, unserem Bundespräsidenten unmittelbar „vor Ort“ die Beschlussempfehlung der Bremischen Bürgerschaft, in Bremen den landesweiten Anti-Mobbing-Tag einzuführen, im Haus der Bürgerschaft von Herrn Bürgerschaftspräsidenten Christian Weber übergeben zu lassen, nachdem ich folgendes Schreiben der Vorsitzenden des Petitionsausschusses der Bremischen Bürgerschaft, Frau Elisabeth Motschmann, MdBB, erhalten hatte:

17. Mai 2013

Ihre Eingabe vom 02. Dezember 2011
Unser Aktenzeichen: L 18/54

Sehr geehrter Herr Kalkus,

der Petitionsausschuss hat sich mit Ihrer oben genannten Eingabe abschließend befasst und der Bürgerschaft (Landtag) eine Beschlussempfehlung vorgelegt. Diese ist in ihrer Sitzung am 15./16. Mai 2013 der Empfehlung des Petitionsausschusses gefolgt und hat Ihre Eingabe dem Senat mit der Bitte um Abhilfe zugeleitet.

Sie regen die Einführung eines Anti-Mobbing-Tages unter dem Motto „Gemeinsam gegen Mobbing“ jeweils am 2. Dezember eines jeden Jahres im Land Bremen an. Einen entsprechenden Aktionstag, an dem rund um den 2. Dezember Aktivitäten der verschiedenen Akteure gegen Mobbing in der Schule und im Internet gebündelt werden, habe Schleswig-Holstein bereits erfolgreich eingeführt. Ihre Petition wird von 65 Mitzeichnerinnen und Mitzeichnern unterstützt.

Der Petitionsausschuss hat zu Ihrem Vorbringen Stellungnahmen des Senators für Inneres und Sport, der Senatorin für Soziales, Kinder, Jugend und Frauen sowie der Senatorin für Bildung und Wissenschaft eingeholt. Außerdem hatten Sie die Möglichkeit, ihr Anliegen im Rahmen der öffentlichen Beratung persönlich vorzutragen. Unter Berücksichtigung dessen stellt sich das Ergebnis der parlamentarischen Überprüfung zusammengefasst wie folgt dar:

Mobbing ist ein ernsthaftes gesellschaftliches Problem, ob am Arbeitsplatz, im privaten Umfeld, im Internet oder in der Schule. Besonders Kinder und Jugendliche bedürfen dabei des Schutzes vor verbalen und körperlichen Attacken, da sie den Erniedrigungen mit dem Ziel der sozialen Ausgrenzung oftmals hilflos gegenüber stehen.

So bestimmt die Bremische Verfassung in Artikel 25, dass jedes Kind ein Recht auf Entwicklung und Entfaltung seiner Persönlichkeit, auf gewaltfreie Erziehung und den besonderen Schutz vor Gewalt, Vernachlässigung und Ausbeutung hat. Die staatliche Gemeinschaft achtet, schützt und fördert danach die Rechte des Kindes und trägt Sorge für kindgerechte Lebensbedingungen.

Vor diesem Hintergrund hat das Land Bremen insbesondere dafür Sorge zu tragen, dass Kinder und Jugendliche nicht Opfer von Mobbing werden. In Bremen existieren bereits zahlreiche Initiativen und Aktivitäten gegen Mobbing. Ein jährlicher Anti-Mobbing-Tag, wie er im letzten Jahr unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten in Schleswig-Hosletin durchgeführt wurde, könnte die bestehenden Maßnahmen in Bremen nachhaltig unterstützen und zu einer stärkeren Wahrnehmung in der Öffentlichkeit führen.

Aus diesen Gründen unterstützt der Petitionsausschuss Ihr Anliegen. Überdies sollen die Petitionen den Fraktionen als Material für ihre weitere Arbeit zur Verfügung gestellt werden.

Der Petitionsausschuss hat damit alle ihm nach dem bremischen Petitionsgesetz zustehenden Möglichkeiten ausgeschöpft. Der Senat ist nunmehr verpflichtet, innerhalb einer Frist von vier Wochen zu berichten, was er auf Grund der überwiesenen Petition veranlasst hat.

Der Petitionsausschuss hofft, dass der Senat der an ihn gerichteten Bitte entspricht. Sofern der Senat Ihrer Eingabe nicht abhilft, muss die zuständige Senatorin bzw. der zuständige Senator dem Ausschuss mündlich die Gründe darlegen. Insoweit bleibt die weitere Entwicklung anzuwarten.

Mit freundlichen Grüßen
gez. Unterschrift
E. Motschmann

Erich K.H. Kalkus, Lehrer i.R.

20. Januar 2013: BAKI-Vorschlag zum 27. Januar 2013

Heute vor 28 Jahren habe ich meinem Dienstherrn in der „Osli-Schule“ symbolisch den „Bremer Schulgeist mit Herz“ überreicht – s. www.blog.de/media/photo/senator_horst_werner_franke_am_20_januar_1986_1/3159432#content und www.blog.de/media/photo/senator_horst_werner_franke_am_20_januar_1986-2/3159433 – Aufnahmen: Gisela Kalkus.

Heute schlage ich die Einbindung der Bremer Initiative „DEM HASS KEINE CHANCE“ in das Projekt Luther2017 (s. www.geistreich.de/discussions/476 )vor:

FREIE HANSESTADT BREMEN:
Landeszentrale für politische Bildung
Landesinstitut für Schule (LIS)
Senatskommission, Referat I-01

BAKI-Vorschlag zum 27. Januar 2013:
Bremer Initiative „DEM HASS KEINE CHANCE“ für LUTHER2017

Sehr geehrte Damen und Herren,

heute – am 28. Jahrestag der symbolischen Überreichung des Bremer Schulgeistes an den Senat der Freien Hansestadt Bremen – erlaube ich mir, mit meiner ungehaltenen Rede aus der alten Schule Am Barkhof in Bremen zur Bremer Aktion für Kinder am 27. Januar 2002 (s. Kehrseite) und dem BAKI-NACHDRUCK „18. November 1941 18. November 2001“ sowie weiteren anliegenden Informationen den oben stehenden Vorschlag zu veranschaulichen mit dem 5. Bremer Stadtmusikanten von Julian (s. Anlage: Bild von Julian, 9 Jahre, im Märchen „Die Bremer Stadtmusikanten und die Friedenstaube“ aus dem Schulzentrum am Rübekamp in Bremen-Gröpelingen):

Der 5. Bremer Stadtmusikant „beschirmt“ mit seinen Märchenworten den Traum aller Verantwortlichen, unsere Erde für Alle zu einem Haus mit Herz werden zu lassen durch die freundliche Aufnahme des Anderen.

Gern bitte ich Sie zudem, Ihre oben stehende Initiative einzubinden in das Projekt „Anti-Mobbing-Tag – auch in Bremen“; die „1. Information zum 10. Anti-Mobbing-Tag in Bremen“ für die Schulen im Land Bremen geht Ihnen gesondert zu.

Erich K.H. Kalkus, Lehrer i.R.

Hinweis:
Das Bild von Julian mit der Friedenstaube auf den Bremer Stadtmusikanten findet man
auf der Webseite www.ruebekamp.de/uploads/media/Die_Bremer_Stadtmusikanten_und_die_Friedenstaube.pdf .

Bremische Bürgerschaft veröffentlicht Petition "Anti-Mobbing-Tag / Aktionstag gegen Mobbing"

Ab heute, 16. August 2012, 08:29 Uhr, kann jeder durch Mitzeichnung die o.g. Petition (s. http://tinyurl.com/yk5ghzx ) unterstützen.

Im „Forum öffentliche Petition“ der Bremischen Bürgerschaft kann zudem jeder über den o.g. Petitionsantrag mit dem Aktenzeichen „L 18/160 – Anti-Mobbing-Tag“ mitdiskutieren.

Mit dem Quellenhinweis www.mobbing-web.de ermöglicht die veröffentlichte Petition aus Berlin jedem Leser die Ansicht der Dokumentation „Stimmen und Gesichter gegen Mobbing“ aus Berlin; die Bremische Bürgerschaft dürfte das erste Parlament der Welt sein, das mit der Veröffentlichung eines Bürgerwunsches aufmerksam macht auf den „Berliner Wegweiser gegen Mobbing“ (s. GOOGLE).

In Bremen habe ich das „Berliner Mauer“-Stück an der Berliner Freiheit im Stadtteil Vahr zum „1. Berliner Wegweiser gegen Mobbing“ erklärt.

Erich K.H. Kalkus, Lehrer i.R.

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Beschluß der 77.ASMK vom 25/26. Oktober 2000:
http://www.slideshare.net/Bakischule/77-asmk-top-55

77. ASMK
am 25./26. Okt. 2000
im Kieler Schloss
TOP 5.5

Psychische Belastung am Arbeitsplatz
– Antrag Hamburg –

Beschluss:
Die Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren für Arbeit und Soziales der Länder beauftragen einstimmig den Länderausschuss für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik, bis zur 79. ASMK ein Konzept zu erstellen, das die Ermittlung belastender psychischer Einflussfaktoren in konkreten betrieblichen Situationen erlaubt und Möglichkeiten zur Prävention solcher Belastungen aufzeigt.
Gleichzeitig wird der Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung gebeten, durch die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin geeignete Daten zur Verfügung zu stellen bzw. wissenschaftlich valide Daten zu erheben.

Sachstand

Die gegenwärtige Arbeitswelt ist von einem Strukturwandel geprägt, der für eine Vielzahl von Beschäftigten erhebliche Veränderungen im Hinblick auf Arbeitszeit ( Nacht- und Schichtarbeit, Arbeit an Wochenenden, Flexibilisierung ), Arbeitsorganisation ( Gruppenarbeit, Telearbeit, Scheinselbständigkeit ) und Belastungen am Arbeitsplatz mit sich bringt. Während in der Vergangenheit die Probleme des Arbeitsschutzes primär im Bereich der Unfallgefährdung und der physischen Belastungen ( Lärm, Hitze/Kälte, Gefahrstoffe etc. ) lagen, tritt heute und in der Zukunft die Gefährdung von Beschäftigten durch psychische Belastungen am Arbeitsplatz immer stärker in den Vordergrund. Dies bedeutet aber auch, dass die im Arbeits- und Gesundheitsschutz tätigen Institutionen und Personen sich intensiver mit den ’neuen‘ Belastungen ( z.B. burn-out-Syndrom, Mobbing usw. ) auseinandersetzen müssen. Schon heute ist ersichtlich, dass die Wettbewerbsfähigkeit von Betrieben stark davon bestimmt wird, durch optimalen und motivierten Arbeitseinsatz der Mitarbeiter Qualität und Quantität der Arbeitsergebnisse zu sichern. Die Berücksichtigung psychischer Belastungen im Arbeits- und Gesundheitsschutz stellt nicht nur für den Betrieb, sondern auch für die Aufsichtsbehörden eine inhaltliche und strategische Herausforderung dar.