Bremische Bürgerschaft veröffentlicht Petition "Anti-Mobbing-Tag / Aktionstag gegen Mobbing"

Ab heute, 16. August 2012, 08:29 Uhr, kann jeder durch Mitzeichnung die o.g. Petition (s. http://tinyurl.com/yk5ghzx ) unterstützen.

Im „Forum öffentliche Petition“ der Bremischen Bürgerschaft kann zudem jeder über den o.g. Petitionsantrag mit dem Aktenzeichen „L 18/160 – Anti-Mobbing-Tag“ mitdiskutieren.

Mit dem Quellenhinweis www.mobbing-web.de ermöglicht die veröffentlichte Petition aus Berlin jedem Leser die Ansicht der Dokumentation „Stimmen und Gesichter gegen Mobbing“ aus Berlin; die Bremische Bürgerschaft dürfte das erste Parlament der Welt sein, das mit der Veröffentlichung eines Bürgerwunsches aufmerksam macht auf den „Berliner Wegweiser gegen Mobbing“ (s. GOOGLE).

In Bremen habe ich das „Berliner Mauer“-Stück an der Berliner Freiheit im Stadtteil Vahr zum „1. Berliner Wegweiser gegen Mobbing“ erklärt.

Erich K.H. Kalkus, Lehrer i.R.

+++

Beschluß der 77.ASMK vom 25/26. Oktober 2000:
http://www.slideshare.net/Bakischule/77-asmk-top-55

77. ASMK
am 25./26. Okt. 2000
im Kieler Schloss
TOP 5.5

Psychische Belastung am Arbeitsplatz
– Antrag Hamburg –

Beschluss:
Die Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren für Arbeit und Soziales der Länder beauftragen einstimmig den Länderausschuss für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik, bis zur 79. ASMK ein Konzept zu erstellen, das die Ermittlung belastender psychischer Einflussfaktoren in konkreten betrieblichen Situationen erlaubt und Möglichkeiten zur Prävention solcher Belastungen aufzeigt.
Gleichzeitig wird der Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung gebeten, durch die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin geeignete Daten zur Verfügung zu stellen bzw. wissenschaftlich valide Daten zu erheben.

Sachstand

Die gegenwärtige Arbeitswelt ist von einem Strukturwandel geprägt, der für eine Vielzahl von Beschäftigten erhebliche Veränderungen im Hinblick auf Arbeitszeit ( Nacht- und Schichtarbeit, Arbeit an Wochenenden, Flexibilisierung ), Arbeitsorganisation ( Gruppenarbeit, Telearbeit, Scheinselbständigkeit ) und Belastungen am Arbeitsplatz mit sich bringt. Während in der Vergangenheit die Probleme des Arbeitsschutzes primär im Bereich der Unfallgefährdung und der physischen Belastungen ( Lärm, Hitze/Kälte, Gefahrstoffe etc. ) lagen, tritt heute und in der Zukunft die Gefährdung von Beschäftigten durch psychische Belastungen am Arbeitsplatz immer stärker in den Vordergrund. Dies bedeutet aber auch, dass die im Arbeits- und Gesundheitsschutz tätigen Institutionen und Personen sich intensiver mit den ’neuen‘ Belastungen ( z.B. burn-out-Syndrom, Mobbing usw. ) auseinandersetzen müssen. Schon heute ist ersichtlich, dass die Wettbewerbsfähigkeit von Betrieben stark davon bestimmt wird, durch optimalen und motivierten Arbeitseinsatz der Mitarbeiter Qualität und Quantität der Arbeitsergebnisse zu sichern. Die Berücksichtigung psychischer Belastungen im Arbeits- und Gesundheitsschutz stellt nicht nur für den Betrieb, sondern auch für die Aufsichtsbehörden eine inhaltliche und strategische Herausforderung dar.

2. Dezember 2012: landesweiter Anti-Mobbing-Tag in Schleswig-Holstein

Dass es möglich ist, einen Tag – und sei es der 2. Dezember – zu einem Aktionstag zu erklären, an dem Verantwortliche gemeinsam aufmerksam machen auf das, was viele Millionen Menschen in unserem Staat belastet, zeigt der „Aufruf zum zweiten landesweiten Anti-Mobbing-Tag: 2. Dezember 2012“ ( www.akjs-sh.de/_downloads/2_antieinl.pdf ).

Jeder weiß, dass ein Aktionstag allein nicht genügt, um auf etwas Wichtiges nachhaltig aufmerksam zu machen: dennoch „werben“ Verantwortliche z.B. am 5. Juni (Tag der Umwelt) und am 2. Dezember (Welt-Aids-Tag) für ein globales Anliegen gemeinsam – über alle Grenzen hinweg.

Das Vorgehen in Schleswig-Holstein darf schon heute als vorbildlich angesehen werden und alle Verantwortliche in allen Ländern der Bundesrepublik Deutschland ermutigen, sich öffentlich gegen Mobbing auszusprechen – und sei es „nur“ an einem Tag im Jahr.

Verantwortliche sprechen sich schon heute mutig gegen Mobbing aus im „Berliner Wegweiser gegen Mobbing“, der m.E. zu einem Wahrzeichen im „Land der Ideen“ geworden ist:
http://www.slideshare.net/mobbingweb/stimmen-und-gesichter-gegen-mobbing – dank der Initiative des Berliner Bürgers Klaus-Dieter May.

Erich K.H. Kalkus, Lehrer i.R.

Offener Brief der Bürgerinitiative "BAKI-MEINE SCHULE"

Ich veröffentliche heute mein Schreiben an die Herren Dr. Norbert Copray ( Oberursel ), Jochen Dressel ( Bremen ), Dr. Alfred Fleissner ( Hamburg ), Klaus-Dieter May ( Berlin ), Dr. Michael Naumann ( Berlin ), Dr. Gunter Thielen ( Gütersloh ) und Dr. Peter Wickler ( Erfurt ), nachdem ich das Schreiben „Anti-Mobbing-Tag in Schleswig-Holstein am 2. Dezember“ aus dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus – ebenfalls vom 27. Januar 2011 – erhalten habe mit m.E. „Grundgedanken für eine nachhaltigen Werteerziehung“, die alle Schulen in unserem Staat gleichsam „verbindet“: Ich schreibe die Ausführungen aus dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus hier ab in der Überzeugung, dass die Grundgedanken des Herrn Ministerialrates Dr. Ulrich Seiser zu weiteren „den gemeinsamen Grund unseres demokratischen Staates festigenden“ Überlegungen ermutigen, um dem Phänomen Mobbing „mit aller Vehemenz“ entgegenzutreten.

Sehr geehrter Herr Kalkus,

vielen Dank für Ihr Schreiben vom 4. Dezember 2010 an den Präsidenten der Kultusministerkonferenz Dr. Ludwig Spaenle, der mich gebeten hat Ihnen zu antworten. In Ihrem Schreiben regen Sie an, zur Stärkung der Gewaltprävention im Bereich der Erziehung und Bildung den 2. Dezember als Anti-Mobbing-Tag zu etablieren. Hierzu kann ich Ihnen Folgendes mitteilen:

1. Schulisches Präventionskonzept
Dem Mobbing an Schulen muss mit aller Vehemenz entgegengetreten werden.Das Präventionskonzept an Schulen ist daher breit gefächert und basiert vor dem Hintergrund des ganzheitlichen Bildungs- und Erziehungsauftrags auf einer fundierten Werteerziehung. Dem Erwerb von Wissen und Können steht als gleichrangiges Ziel die Vermittlung von Werten gegenüber wie Respekt, Toleranz, Achtung, Rücksichtnahme und Höflichkeit in einem von Wertschätzung getragenen Miteinander der Schulgemeinschaft. Dass ein solches Miteinander von einer Schule als Lebensraum – einer Schule ohne Mobbing getragen wird, ist uns ein wichtiges Anliegen.
Der allgemeine Bildungs- und Erziehungsauftrag wird nicht nur im täglichen vertrauensvollen Dialog zwischen Lehrern und Schülern verwirklicht, sondern über den reinen Fachunterricht hinaus durch das engagierte Wirken von Schulpsychologen, Beratungs- und Vertrauenslehrern sowie sozialpsychologisch geschulten Fachkräften. Dabei setzt die Prävention gegen Mobbing in erster Linie auf eine Stärkung der Selbstwahrnehmung und Selbstbehauptung der Kinder und Jugendlichen. Dementsprechend stehen bundesweit 20 Präventionsprogramme zur Verfügung, die von den Schulen eigenverantwortlich ausgewählt werden – etwa PIT – Prävention im Team, Lions Quest – Erwachsen Werden, Faustlos, Klasse 2000, Mobbingfreie Schule – Gemeinsam Klasse sein ! etc. Ziel dieser Programme ist es, die Lehrerinnen und Lehrer dabei zu unterstützen, das Selbstbewusstsein und das Selbstwertgefühl der Kinder zu stärken und sie stark gegen Gewalt und Mobbing, aber auch gegen Sucht und Missbrauch zu machen.

2. Nachhaltigkeit der schulischen Präventionsarbeit
In der konkreten Umsetzung der Präventionsarbeit vor Ort gehört Nachhaltigkeit zu einem wichtigen Leitprinzip. Auch vor dem Hintergrund der zahlreichen bereits bestehenden zentralen Gedenktage an Schulen würden wir vielmehr für eine weiterhin ereignisunabhängige, kontinuierliche und nachhaltige Beschäftigung mit dem Thema an den Schulen plädieren, als auf die Einführung eines weiteren zentralen – und punktuellen – Projekttags.

Mit freundlichen Grüßen
gez. Dr. Ulrich Seiser
Ministerialrat

Sehr geehrter Herr Ministerialrat, für Ihre m.E. „grundlegenden“ Ausführungen danke ich Ihnen herzlich mit freundlichen Grüßen – vom „Bremer Schultor“ ( s. GOOGLE )aus !

Erich K.H. Kalkus, Lehrer i.R.

FLENSBURGER TAGEBLATT: "Premiere: Der ‚Anti-Mobbing-Tag’"

Heute – wenige Tage vor dem 7. Anti-Mobbing-Tag in Bremen – fand ich nach der Eingabe des Suchwortes „Anti-Mobbing-Tag“ bei GOOGLE die o.g. Information vom 2. September 2010 und sehe sie als ein „wegweisendes Signal aus Schleswig-Holstein“ an: Die schulische Initiative im Kreis Schleswig-Holstein ermutigt zur Ausweitung des Vorschlages, den 2. Dezember zukünftig in allen Ländern der Bundesrepublik Deutschland gemeinsam als „Anti-Mobbing-Tag“ zu begehen !

Das Signal „Anti-Mobbing-Tag am 2. Dezember 2010“ aus Schleswig-Holstein folgt nach nunmehr zehn Jahren dem „Signal aus dem Kieler Schloss“, das als „einstimmiger Hilferuf aus allen 16 Bundesländern“ noch heute nachlesbar ist im Protokoll der 77. ASMK: Angesichts von „Mobbing und Burn-out“ sollten – so die Forderung aus dem Jahre 2000 – dagegen staatliche Maßnahmen begonnen werden.

Überall in der Bundesrepublik Deutschland wurde das Signal aus dem Kieler Schloss begrüßt, besonders von Verantwortlichen, die – von nun an noch bestärkter durch den Hilferuf als zuvor – staatliche Bemühungen gegen Mobbing selbstverständlich fordern und unterstützen, auch durch öffentliche Initiativen.

Ich begrüße die schulische Initiative „2. Dezember: Anti-Mobbing-Tag“ aus Schleswig-Holstein herzlich: Sie macht Hoffnung auf „Vereinigung in einem gemeinsamen Anliegen“ !

Erich K.H. Kalkus, Lehrer i.R.

Danke, Herr Bundestagsabgeordneter Dr. Carsten Sieling:

Nachdem ich am 5. März 2010 Herrn Dr. Carsten Sieling, MdB, die Bitte um Unterstützung der Online-Petition „Bürgerinitiative gegen Mobbing staatlich unterstützen !“ auf dem Postweg unmittelbar nach Berlin geschickt hatte, las ich am 7. März 2010 im BREMER ANZEIGER auf der Seite 14:

SPD lässt reden
Bürgersprechstunde
NEUE VAHR. Der Bremer Bun-
destagsabgeordnete Carsten
Sieling ( SPD ) lädt am kommen-
den Mittwoch, 10. März, von 17
bis 19 Uhr zu einer öffentlichen
Bürgersprechstunde in das Bür-
gerzentrum Neue Vahr, Berliner
Freiheit 10, ein. Als weitere
Ansprechpartner stehen dort
darüber die SPD-Bürgerschafts-
abgeordnete aus der Vahr, Karin
Kauertz, sowie der Sprecher des
örtlichen Stadtteilparlaments,
Helmut Weigelt, für Fragen und
Probleme im Stadtteil zur Verfü-
gung. Die Sprechstunde findet
in Raum C03/04 statt.

Heute nahm ich selbstverständlich die Gelegenheit gern wahr, Herrn Dr. Sieling und den anderen zur Bürgersprechstunde gekommenen Damen und Herren, die o.g. BAKI-Petition zu erklären und Herrn Dr. Sieling zu bitten, das Bürgeranliegen als Bremer Abgeordneter im Deutschen Bundestag zu vertreten:

Viele Bürgerinnen und Bürger in unserem Land machen seit geraumer Zeit aufmerksam auf die Gewalt gegen Menschen, Mobbing, und unterstützen die staatlichen Bemühungen gegen Mobbing
durch Bürgerinitiativen – besonders nach dem „Hilferuf“ aller ASMK-Teilnehmer im Kieler Schloss am 25./26. Oktober 2000: Die ASMK-Mitglieder beauftragten einstimmig den Länderausschuss für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik, „bis zur 79. ASMK ein Konzept zu erstellen, das die Ermittlung belastender psychischer Einflussfaktoren in konkreten betrieblichen Situationen erlaubt und Möglichkeiten zur Prävention solcher Belastungen aufzeigt“; gleichzeitig wurde – ebenfalls einstimmig – der Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung gebeten, „durch die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin geeignete Daten zur Verfügung zu stellen bzw. wissenschaftlich valide Daten zu erheben“ und „dass die im Arbeits- und Gesundheitsschutz tätigen Institutionen und Personen sich intensiver mit den neuen Belastungen ( z.B. burn-out-Syndrom, Mobbing usw. ) auseinandersetzen müssen“.

Im Oktober 2003 erschien die LASI-Veröffentlichung 34: „Gegen Mobbing – Handlungsanleitung für die Arbeitsschutzverwaltungen der Länder“. Im Vorwort findet man u.a. folgende Hinweise:

„Mehr als jede/r neunte Erwerbstätige in der Bunderepublik Deutschland ist im Laufe seines Berufslebens bereits einmal von Mobbing betroffen.“ … „Bei Beschäftigten, die zur Zielscheibe von Schikanen, Intrigen und Ausgrenzung werden, zeigen sich zu 98,7% Auswirkungen auf das Arbeits- und Leistungsverhalten. Die Opfer fühlen sich allein gelassen und tragen fast immer erhebliche seelische und körperliche Beschwerden davon. Unternehmen werden neben der Imageschädigung durch die krankheitsbedingten Ausfälle ihrer Mitarbeiter/innen finanziell erheblich belastet.“ … „Mit der Handlungsanleitung sollen Aufsichtspersonen in die Lage versetzt werden, sowohl den Betroffenen Lösungswege aufzuzeigen als auch die Betriebe von der Notwendigkeit, Mobbingprävention durchzuführen und gegen Mobbing vorzugehen, zu überzeugen.“ … Der LASI stellt sich mit diesem Konzept dem Thema Mobbing in der Arbeitswelt.“ … „Nach einer Erprobungsphase ist zu prüfen, wie diese Vorgehensweise von den Aufsichtsbehörden angenommen wurde und ob damit Mobbingprävention in den Betrieben erfolgreich umgesetzt worden ist.“

Auf der Internetseite http://www.buerger-marktplatz.de/downloads/gegenmobbinglv34.php findet man die LV 34; am 24./25. März 2010 soll mit der 55. LASI-Sitzung das Projekt LV 34 abgeschlossen werden.

Schon heute, so wagte ich in der Bürgersprechstunde mit Herrn Bundestagsabgeordneten Dr. Carsten Sieling ( SPD ) vorauszusagen, dass weiterhin viele Bürgerinnen und Bürger in der Bundesrepublik Deutschland mit ihren Initiativen die staatlichen Bemühungen gegen Mobbing – besonders nach dem Inkrafttreten der LV 34 – unterstützen werden. Ich dankte Herrn Bundestagsabgeordneten Dr. Sieling für die bisherige Beachtung und weitere Unterstützung der Bürgerinitiativen, die staatliche Bemühungen gegen Mobbing unterstützen wie z.B. auch die Initiative „2. Dezember: Anti-Mobbing-Tag“.

Erich K.H. Kalkus, Lehrer i.R.

29. Oktober: "Welt-Psoriasis-Tag" – 2. Dezember: "Anti-Mobbing-Tag"

„Dieser Tag – der 29. Oktober – wurde ins Leben gerufen, um alljährlich die chronische Erkrankung von weltweit etwa 125 Millionen Menschen ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken.“
( aus Weser Report, Bremen, am 25. Oktober 2009, Seite 8: „Alles über die Krankheit Schuppenflechte“; mehr über den weltweiten PSORIASIS-TAG: http://www.worldpsoriasisday.com )

In Bremen wurde 2004 der „Anti-Mobbing-Tag“ ins Leben gerufen, um alljährlich zu erinnern an die Gewalt gegen Menschen, Mobbing, der viele Millionen Menschen allein in unserem Land ausgesetzt sind.

Viele Mobbingbetroffene leiden unter der Schuppenflechte.

Erich K.H. Kalkus, Lehrer i.R.