Die "Bremer Erklärung vom 8. Mai 2013" *) auf der Allee der UN-Ziele ausweiten!

*) Am 8. Mai 2013 hat der Petitionsausschuss der Bremischen Bürgerschaft folgenden Beschluss zur Eingabe Nr. L 18/54 und L 18/160 gefasst und veröffentlicht:

Gegenstand:
Einführung eines landesweiten Anti-Mobbing-Tages

Begründung:
Die Petenten regen die Einführung eines Anti-Mobbing-Tages unter dem Motto „Gemeinsam gegen Mobbing“ jeweils am 2. Dezember eines jeden Jahres im Land Bremen an. Einen entsprechenden Aktionstag, an dem rund um den 2. Dezember Aktivitäten der verschiedenen Akteure gegen Mobbing in der Schule und im Internet gebündelt werden, habe Schleswig-Holstein bereits erfolgreich eingeführt. Die Petition wird von 65 Mitzeichnerinnen und Mitzeichnern unterstützt.

Der Petitionsausschuss hat zu dem Vorbringen der Petenten Stellungnahmen des Senators für Inneres und Sport, der Senatorin für Soziales, Kinder, Jugend und Frauen sowie der Senatorin für Bildung und Wissenschaft eingeholt. Außerdem hatten die Petenten die Möglichkeit, ihr Anliegen im Rahman der öffentlichen Beratung persönlich vorzutragen. Unter Berücksichtigung dessen stellt sich das Ergebnis der parlamentarischen Überprüfung zusammengefasst wie folgt dar:

Mobbing ist ein ernsthaftes gesellschaftliches Problem, ob am Arbeitsplatz, im privaten Umfeld, im Internet oder in der Schule. Besonders Kinder und Jugendliche bedürfen dabei des Schutzes vor verbalen und körperlichen Attacken, da sie den Erniedrigungen mit dem Ziel der sozialen Ausgrenzung oftmals hilflos gegenüber stehen.

So bestimmt die Bremische Verfassung in Artikel 25, dass jedes Kind ein Recht auf Entwicklung und Entfaltung seiner Persönlichkeit, auf gewaltfreie Erziehung und den besonderen Schutz vor Gewalt, Vernachlässigung und Ausbeutung hat. Die staatliche Gemeinschaft achtet, schützt und fördert danach die Rechte des Kindes und trägt Sorge für kindgerechte Lebensbedingungen.

Vor diesem Hintergrund hat das Land Bremen insbesondere dafür Sorge zu tragen, dass Kinder und Jugendliche nicht Opfer von Mobbing werden. In Bremen existieren bereits zahlreiche Initiativen und Aktivitäten gegen Mobbing. Ein jährlicher Anti-Mobbing-Tag, wie er im letzten Jahr unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten in Schleswig-Holstein durchgeführt wurde, könnte die bestehenden Maßnahmen in Bremen nachhaltig unterstützen und zu einer stärkeren Wahrnehmung in der Öffentlichkeit führen.

Aus diesen Gründen unterstützt der Petitionsausschuss das Anliegen der Petenten. Überdies sollen die Petitionen der Fraktionen als Material für ihre weitere Arbeit zur Verfügung gestellt werden.

Für mich ist diese Beschlussempfehlung des Petitionsausschusses der Bremischen Bürgerschaft vom 8. Mai 2013 eine mögliche Vorlage für alle Parlamente auf der Erde, die sich für die Kinderrechte einsetzen; ich werde mir erlauben, allen Landesparlamenten in der Bundesrepublik Deutschland als „Bremer Erklärung vom 8. Mai 2013“ vorzulegen mit der Bitte, der Empfehlung aus Bremen zu folgen und den 2. Dezember zukünftig als Aktionstag zur Erinnerung an die soziale Ausgrenzung durch Mobbing zu empfehlen; denkbar ist m.E. die Globalisierung der oben stehenden Bremer Erklärung auf der symbolischen „Allee der UN-Ziele“ vom „Bremer Schultisch zur Agenda 21“ aus, der als symbolischer „Bremer Schultisch beim Roland“ auf den Bremer Marktplatz gedacht wurde, um Gespräche über den Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Ort und darüber hinaus weltweit anzuregen.

Erich K.H. Kalkus, Lehrer i.R.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.