"Willkommen in Bremen ! Es ist der Geist der Freiheit, der Bremen…"

Als „Wegweiser an der Allee der UN-Ziele“ nehme ich die Worte des Bremer Bürgermeisters und Präsidenten des Senats, Herrn Dr. Henning Scherf, im Programmheft „Buchhändlertage Bremen 1996“ an als „Beitrag zur 2. Bremer Friedenswoche“ wie z.B. auch die Rede „Eine menschlichere Welt für alle“ von Papst BENEDIKT XVI. vor der UNO am 18. April 2008 in New York und die „Roland-Rede“ – s. http://www.industrie-club-bremen.de/cms/index.php?id=124 – von Herrn Christian Wriedt, Vorstandsvorsitzender der Körber-Stiftung Hamburg, am 13. November 2009 im Bremer Rathaus.

Die folgenden Worte von Herrn Dr. Henning Scherf findet man in der Dokumentation „MEINE SCHULE, Ausgabe 14 zum 1. Juli 1996, auf der Seite 58; in Bremen findet man die Dokumentation MEINE SCHULE u.a.in der Bibliothek des Landesinstituts für Schule (LIS) und in der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen:

Willkommen in Bremen !
Es ist der Geist der Freiheit, der Bremen und die Literatur verbindet. Liberalität und Toleranz sind hier seit alters her Zuhause. Querdenken hat diese Stadt großgemacht. Hier muß niemandem nach dem Munde geredet werden. Eine jahrhundertealte demokratische Tradition – in Deutschland ohne Beispiel – hat Bremen und seine Menschen geprägt.
Im Märchen der Stadtmusikanten haben die Gebrüder Grimm der Bremer Elementartugend des „leben und leben lassen“ ein unvergängliches, literarisches Denkmal gesetzt. Es lebt fort im tiefen, vorurteilsfreien Respekt, mit dem man hierzulande Andersartigkeit toleriert, Provokation und unbequeme Wahrheiten eingeschlossen. Der Mut zum Experimentellen, zum Wagnis gegen den Trend, bis heute ist das Bremer Lebensart und macht den freiheitlichen Geist dieser Stadt aus.
Heute wie einst: Zwischen der Vorstellung vom Leben und der Realität klafft oft eine gewaltige Lücke. Zum Glück ist uns die Literatur geschenkt, um auf ihren Flügeln diese Diskrepanz immer wieder zu überwinden. Sie verleiht uns die Gabe, uns inspirieren zu lassen und uns über den Tag hinauszuheben. Sie öffnet unsere Phantasie für kühne Zukunftsentwürfe ebenso wie für die stille Reflexion unsere Tuns.
Informationen aus anderen Lebensräumen und Kulturen, gegen den Strich gebürstete Einsichten ebenso wie die Bewahrung unseres humanistischen Erbes – es ist unsere gesellschaftliche Sprachfähigkeit schlechthin, die wir der Produktionskette Autor-Verleger-Buchhandel verdanken.
Deshalb sind die Buchhändlertage 1996 des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels auch ein besonderes Kongreßereignis im Bremer Veranstaltungskalender dieses Jahres. Interessiert und wach begleiten wir Ihren Meinungsaustausch. Bereit, uns durch Ihre Impulse anregen zu lassen, Dinge neu zu sehen und den Mut zu fassen, uns auf neue Dimensionen des Lernens voneinander und des Nachdenkens miteinander einzulassen.
So schließt sich der Kreis, den Bremen als eine Stadt des freien Wortes, der Weltoffenheit und Unvoreingenommenheit mit Ihrem Kongreß verbindet.
Ich wünsche dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels einen erfolgreichen Kongreß und wünsche Ihnen, seinen Teilnehmern, einen jederzeit angenehmen Aufenthalt in Bremen.
Herzlichst
Dr. Henning Scherf
Bürgermeister
Präsident des Senats

Erich K.H. Kalkus, Lehrer i.R.

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